- Größter College-Basketball-Skandal seit Jahren
Bundesbehörden in den USA ermitteln in einem weitreichenden Wettskandal mit möglicher Spielmanipulation. - Fokus auf Division-I-Teams im Süden
Mehrere College-Programme stehen unter Verdacht, an „Point-Shaving“-Absprachen beteiligt zu sein. - Verbindung zu NBA-Spielern
Das Netzwerk soll auch Ex-NBA-Profi Jontay Porter und weitere aktive Spieler umfassen. Ermittler sprechen von einem weit verzweigten Ring, der Millionen umgesetzt haben soll. - Mehrere Universitäten betroffen
Eastern Michigan, Temple, Loyola (MD), North Carolina A&T und Mississippi Valley State wurden genannt. Spieler wurden bereits suspendiert. - Anklagen in Vorbereitung
Quellen zufolge könnten schon bald offizielle Anklagen erhoben werden – das Verfahren gilt als historisch groß.
Ermittlungen in Pennsylvania nehmen Fahrt auf
Die US-Staatsanwaltschaft im Eastern District of Pennsylvania (EDPA) hat ihre Untersuchungen ausgeweitet. Ermittler befragten in den vergangenen Wochen mehrere College-Basketballer, die im Verdacht stehen, Spiele absichtlich beeinflusst zu haben. Dabei geht es vor allem um Division-I-Programme aus dem Süden der USA.
Obwohl die Behörde in Philadelphia beheimatet ist, stehen demnach nicht die „Big 5“-Colleges der Stadt im Mittelpunkt, sondern Universitäten in anderen Bundesstaaten. Experten gehen davon aus, dass es sich bei diesen NCAA Wetten um eine der größten Ermittlungen im Bereich Sportwetten seit der Legalisierung im Jahr 2018 handelt.

Das Netzwerk hinter den Manipulationsvorwürfen
Im Zentrum der Untersuchungen steht Shane Hennen, ein ehemaliger Pokerspieler aus Las Vegas. Er gilt als mutmaßlicher Architekt eines millionenschweren Wett-Rings, der durch Strohmänner und Proxy-Wetten operierte. Bereits im Januar wurde er festgenommen, als er auf dem Weg nach Südamerika war. Die Staatsanwaltschaft macht dabei deutlich, wie ernst die Vorwürfe sind:
Die Beweislage für seine Schuld ist erdrückend.
Der Wettskandal hat auch direkte Bezüge zur NBA: Ex-Profi Jontay Porter bekannte sich im vergangenen Jahr schuldig, Spiele manipuliert zu haben, um Wetten auf seine eigene Performance zu beeinflussen. Auch andere Profis wie Malik Beasley oder Terry Rozier tauchen in den Ermittlungen auf – bislang allerdings ohne Anklage.
Mehrere kleinere College-Programme sollen ebenfalls verwickelt sein. Unter anderem wurden Eastern Michigan und North Carolina A&T nach auffälligen Wettmustern ins Visier genommen.
Konsequenzen für Spieler und Unis
Die NCAA führt parallel eigene Untersuchungen durch. An der University of New Orleans wurden gleich vier Spieler suspendiert, nachdem es Hinweise auf Regelverstöße gab. Auch Eastern Michigan und Temple erhielten Mitteilungen der NCAA und mussten Spielerdaten zur Verfügung stellen.
Noch ist offen, ob die betroffenen Athleten auch strafrechtlich belangt werden. Fest steht jedoch: Schon jetzt hat der Skandal großen Einfluss auf die Reputation der beteiligten Colleges. Für die NCAA ist es ein weiterer Beweis dafür, wie groß das Risiko von Spielmanipulation im Zeitalter legalisierter Sportwetten ist.

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