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Basketballwetten ab 2026 offiziell erlaubt in Hongkong

  • Hongkong legalisiert Basketball-Wetten.
    Das Parlament hat das Betting Duty (Amendment) Bill 2025 verabschiedet – mit klarer Mehrheit.
  • Exklusivlizenz für den Jockey Club.
    Wie beim Fußball wird der Hong Kong Jockey Club (HKJC) alleiniger Anbieter.
  • Steuern und Einnahmen im Blick.
    Auf Nettoumsätze wird eine Abgabe von 50 % fällig; die Regierung erwartet Milliarden an Steuererträgen.
  • Kampf gegen illegale Märkte.
    Das Gesetz soll Spieler von Offshore-Plattformen zurück in regulierte Bahnen lenken.
  • Kritik bleibt.
    Manche Abgeordnete befürchten mehr Spielsucht und Verharmlosung des Wettens.
  • Jugendschutz im Fokus.
    Neue Aufklärungskampagnen und Beratungsstellen sollen besonders Jugendliche schützen.
  • Start ab 2026.
    Die ersten legalen Basketballwetten sollen rechtzeitig zur NBA-Preseason 2026 möglich sein.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

16.09.2025

Aktualisiert

16.09.2025

Ein neues Kapitel für Hongkongs Wettmarkt

Mit der Zustimmung von 77 Abgeordneten hat der Legislativrat Hongkongs das Gesetzespaket zur Legalisierung von Basketballwetten verabschiedet. Nur zwei Stimmen dagegen und zwei Enthaltungen zeigen, wie groß die politische Unterstützung war. Damit wird das bestehende Wettmodell, das bislang nur Fußball und Pferdewetten umfasst, erstmals seit über 20 Jahren ausgeweitet.

Künftig wird der Hong Kong Jockey Club (HKJC) exklusive Rechte für Basketballwetten erhalten. Das Modell folgt dem bekannten Vorbild: Alle Einsätze werden zentral abgewickelt, Gewinne versteuert und die Abgaben an den Staat fließen direkt in den Haushalt. Für die Stadt, die seit Jahren Haushaltsdefizite verzeichnet, ist das ein willkommener Zusatz.

Finanzminister Paul Chan hatte bereits im Frühjahr 2025 angekündigt, dass Basketballwetten jährlich zwischen 1,5 und 2 Milliarden HK$ an Steuern einbringen könnten. Beobachter werten die Gesetzesänderung daher auch als fiskalisches Signal.

Argumente zwischen Kontrolle und Risiko

Offiziell will die Regierung mit der Reform vor allem eines erreichen: Spieler vom Schwarzmarkt zurückholen. Schätzungen zufolge setzt der illegale Basketball-Wettmarkt in Hongkong jährlich bis zu 90 Milliarden HK$ um. Rund 430.000 Menschen sollen dort aktiv sein – mit allen Risiken von Betrug, mangelndem Schutz und problematischem Spielverhalten.

„Es ist gut, dass anerkannt wurde, dass es ein erhebliches illegales Glücksspielproblem gibt,“ betonte HKJC-CEO Winfried Engelbrecht-Bresges bereits im Frühjahr. Für ihn ist die Regulierung ein Schritt zu mehr Transparenz und Sicherheit.

Doch es gibt Gegenstimmen. Kritiker wie der Bildungsvertreter Chu Kwok-keung warnen, dass schon die Legalisierung von Fußballwetten 2003 zu mehr Glücksspiel geführt habe – vor allem unter jungen Menschen. Basketballwetten könnten diese Entwicklung verschärfen.

Schutzmaßnahmen und Ausblick

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt die Regierung auf Prävention. Bildungs- und Aufklärungskampagnen sollen Jugendliche stärker über die Gefahren informieren. Zudem wird ein neues Beratungszentrum eröffnet, das speziell auf junge Menschen zugeschnitten ist.

Langfristig soll die Einführung von Basketballwetten dazu beitragen, illegale Märkte zurückzudrängen und Einnahmen zu sichern. Der tatsächliche Startschuss ist für September 2026 geplant – pünktlich zur NBA-Preseason. Bis dahin müssen Systeme entwickelt, Rahmenbedingungen getestet und die Aufsicht verstärkt werden.

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