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Indiens Cricket-Team verliert 43-Millionen-Sponsor

  • Dream11 steigt als Sponsor von Indiens Cricket-Nationalteam aus. Grund ist das neue Gesetz, das Online-Glücksspiel in Indien verbietet.
  • Das Sponsoring war auf drei Jahre angelegt, beendet wurde es aber nach nur zwei Jahren.
  • Der Vertrag hatte ein Volumen von rund 43 Millionen US-Dollar. Damit war Dream11 einer der größten Partner des indischen Cricket.
  • Die Trikots sind kurz vor dem Asia Cup ohne Hauptsponsor. Der BCCI muss kurzfristig einen Ersatz finden.
  • Das neue Gesetz kriminalisiert Online-Glücksspiele. Verstöße können mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.
  • Die Regierung begründet den Bann mit wachsender Spielsucht und finanziellen Notlagen. Auch Fälle von Betrug und Geldwäsche wurden genannt.
  • Dream11 betont, man werde die Regeln respektieren. Zugleich äußerte das Unternehmen Bedauern über das abrupte Ende.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

26.08.2025

Aktualisiert

26.08.2025

Gesetz zwingt Dream11 zum Ausstieg

Das Aus kam plötzlich: Mit dem neuen „Promotion and Regulation of Online Gaming Bill“ hat Indien Echtgeld-Glücksspielplattformen verboten. Dazu zählen auch Fantasy-Sport-Angebote wie Dream11, die bislang Millionen von Nutzer erreichten. Wer dagegen verstößt, riskiert hohe Strafen bis zu fünf Jahren Haft.

Dream11 war seit Juli 2023 Hauptsponsor der Männer- und Frauennationalteams. Das Logo prangte auf allen Trikots und war in Stadien wie auch in Medienübertragungen präsent. Doch weniger als zwei Jahre nach Vertragsbeginn muss die Partnerschaft beendet werden.

BCCI-Funktionäre bestätigten, dass Vertreter von Dream11 die Entscheidung persönlich im Verband kommunizierten. „Wir werden umgehend eine neue Ausschreibung starten“, hieß es. Der Asia Cup Anfang September findet damit erstmals seit Jahren ohne festen Hauptsponsor statt.

Ein schwerer Schlag für Cricket und Industrie

Die indische Nationalmannschaft ist eine der wertvollsten Sportmarken weltweit. Sponsorenverträge mit dem BCCI gelten traditionell als Prestigeprojekte – und liefern enorme Reichweite. Mit dem abrupten Ende verliert Cricket India nicht nur einen Geldgeber, sondern auch eine starke digitale Plattform.

Für Dream11 ist das Aus finanziell schmerzhaft. Über 90 Prozent der Umsätze basierten auf Echtgeld-Angeboten, die nun wegfallen. Das Unternehmen hatte sich in den letzten Jahren auch international engagiert, unter anderem in Australien und der Karibik.

Wir haben unser Geschäft immer im Einklang mit den Gesetzen geführt und werden auch dieses Mal die Regeln respektieren.

Politik begründet den Bann mit Spielerschutz

Die indische Regierung verteidigt das harte Vorgehen mit dem Schutz junger Menschen. Laut offiziellen Angaben haben Online-Glücksspielplattformen in den letzten Jahren zu finanzieller Not, Überschuldung und sogar Suiziden geführt. Auch Geldwäsche und Terrorfinanzierung seien eng mit dem Markt verknüpft.

Der neue Rechtsrahmen soll daher klare Grenzen ziehen und zwischen E-Sport, Bildungsspielen und verbotenen Angeboten unterscheiden. Für den Sport bedeutet das jedoch einen abrupten Einschnitt: Sponsoren aus der Glücksspielbranche dürfen nicht mehr auftreten – ein Modell, das für viele Vereine weltweit bisher zentral ist.

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