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GG.Bet zieht sich aus Großbritannien zurück

  • Lizenzrückgabe im Dezember
    GG.Bet hat seine britische Glücksspiellizenz am 13. Dezember 2025 zurückgegeben. Der Esports-Buchmacher beendet damit seine Aktivitäten auf dem UK-Markt nach weniger als drei Jahren Präsenz.
  • Plattformschließung bis 9. Januar
    Seit dem 12. Dezember akzeptiert GG.Bet keine neuen Registrierungen und Einzahlungen mehr. Bestehende Kunden können ihre Guthaben noch bis zum 9. Januar 2026 abheben.
  • Steuererhöhung als möglicher Auslöser
    Ab April 2026 steigt die Online-Glücksspielsteuer in Großbritannien von 21% auf 40%. Die drastische Erhöhung könnte für den Rückzug des Anbieters mitverantwortlich sein.
  • Verantwortungsvolle Abwicklung angekündigt
    GG.Bet betont, den Schließungsprozess verantwortungsvoll zu managen. Alle Wetten auf Ereignisse vor dem 9. Januar werden regulär abgerechnet, spätere Wetten werden storniert.
  • Rednines Gaming als Lizenznehmer
    GG.Bet operierte in Großbritannien unter dem Namen Rednines Gaming LTD. Das Unternehmen hielt zwei Lizenzen für Casino und Sportwetten seit April 2020.
  • Globale Marke mit Ukraine-Fokus
    Der Hauptsitz von GG.Bet befindet sich in Kiew, Ukraine. Die Marke ist international aktiv und hat sich vor allem im Bereich Esports-Wetten einen Namen gemacht.
  • Weitere Marktaustritte erwartet
    Branchenexperten gehen davon aus, dass weitere Anbieter dem Beispiel folgen werden. Besonders mittelgroße Betreiber könnten unter dem Steuerdruck leiden und den Markt verlassen.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

06.01.2026

Aktualisiert

06.01.2026

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Abrupter Rückzug nach kurzer UK-Präsenz

GG.Bet vollzieht einen strukturierten Ausstieg aus dem britischen Glücksspielmarkt, der viele Beobachter überrascht. Der Esports-Buchmacher, der seit 2023 in Großbritannien aktiv war, hatte erst vor zwei Jahren mit großen Ambitionen den Markteintritt vollzogen. Nun endet das Engagement nach weniger als drei Jahren wieder. Das Unternehmen informierte seine Kunden über die bevorstehende Schließung mit einer klaren Botschaft auf der offiziellen Website. Die Formulierung deutet auf eine strategische Entscheidung hin, nicht auf operative Probleme. Auf der Webseite heißt es:

GGBET.co.uk bereitet die Einstellung des Betriebs unter der Gambling Commission-Lizenz im Rahmen einer geplanten Plattformschließung vor. Wir managen diesen Prozess verantwortungsvoll, um sicherzustellen, dass jeder Kunde seine Gelder abheben und volle Unterstützung erhalten kann, bevor die Schließung in Kraft tritt.

Die Entscheidung fiel offiziell am 13. Dezember 2025, als Rednines Gaming LTD beide Lizenzen – für Casino und Real Event Betting – bei der UK Gambling Commission zurückgab. Bereits einen Tag zuvor hatte das Unternehmen die Annahme neuer Spielerregistrierungen gestoppt.

Zeitplan für die Plattformschließung

Der Ablauf der Schließung folgt einem straffen Zeitplan, der Spielern nur wenige Wochen zur Abwicklung ihrer Konten lässt. Seit dem 12. Dezember 2025 sind keine neuen Einzahlungen mehr möglich, weder für Slots, Live-Casino-Spiele noch für Sportwetten. Bestehende Kunden können jedoch weiterhin auf ihre Konten zugreifen. Die Frist für Auszahlungen endet am 9. Januar 2026. GG.Bet versichert, alle ausstehenden Abhebungen zügig zu bearbeiten und dabei nach Möglichkeit die ursprüngliche Zahlungsmethode zu verwenden. Kunden, die ihre Guthaben nicht rechtzeitig abheben, könnten vor Komplikationen stehen.

Alle Wetten auf Ereignisse, die vor dem 9. Januar stattfinden, werden normal abgerechnet. Wetten auf spätere Events werden automatisch storniert, die Einsätze landen zurück auf den Kundenkonten. Diese Regelung soll sicherstellen, dass kein Spieler durch die kurzfristige Schließung finanziell geschädigt wird.

Daten & Fakten

  • Gegründet 2016 als eSports-Buchmacher
  • Hauptsitz: Kiew, Ukraine
  • Lizenz: Curaçao (8048/JAZ2012-009)
  • UK-Lizenz zurückgegeben 13.12.2025
  • Quotenschlüssel: 96,7%
  • Partner: Boxer Oleksandr Usyk
  • Betreiber: Invicta Networks N.V.

Vorteile

  • Größte eSports-Wettauswahl am Markt
  • Top-Quoten mit 96,7% Auszahlungsrate
  • Mindesteinzahlung nur 4€
  • Live-Streams bei eSports-Events
  • Krypto-Auszahlung in 24 Stunden
  • Android-App verfügbar

Steuerschock könnte Auslöser sein

Die zeitliche Nähe zwischen der Ankündigung drastischer Steuererhöhungen und dem GG.Bet-Rückzug lässt Branchenkenner aufhorchen. Im November 2025 hatte die britische Regierung eine massive Anhebung der Remote Gaming Duty angekündigt. Ab April 2026 steigt der Steuersatz für Online-Casinos von bisher 21% auf 40% – fast eine Verdoppelung. Ein Jahr später, im April 2027, folgt eine weitere Anpassung: Die General Betting Duty für Remote-Wetten wird auf 25% festgelegt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Staatseinnahmen zu erhöhen, treffen aber vor allem kleinere und mittelgroße Anbieter hart.

Obwohl GG.Bet die Steuererhöhung nicht explizit als Grund für den Rückzug nennt, gilt sie als wahrscheinlichster Faktor. Andere Betreiber wie Evoke (Muttergesellschaft von William Hill und 888) haben die Budgetentscheidung bereits als „hochgradig schädlich für die Wirtschaft“ bezeichnet. Per Widerström, CEO von Evoke, nannte die Maßnahme „schlecht durchdacht“ und „kontraproduktiv“ – mit negativen Auswirkungen auf Jobs, Investitionen und Spielerschutz.

Internationale Ausrichtung bleibt bestehen

Trotz des UK-Rückzugs bleibt GG.Bet international aktiv. Der in Kiew ansässige Buchmacher betreibt weiterhin Plattformen in anderen Märkten und hat sich besonders im Bereich Esports-Wetten etabliert. Seit 2023 ist das Unternehmen auch in der Ukraine aktiv und hat dort eine stabile Präsenz aufgebaut. Die Marke ist bekannt für ihre Sportsponsoring-Aktivitäten, darunter Partnerschaften mit dem ukrainischen Schwergewichts-Boxweltmeister Oleksandr Usyk. Diese internationalen Engagements zeigen, dass GG.Bet nicht generell in der Krise steckt, sondern gezielt unrentable Märkte verlässt.

Der UK-Markt war für GG.Bet ohnehin kein Kerngeschäft. Das Unternehmen operierte dort erst seit 2023 und konnte in den zwei Jahren keine dominante Position aufbauen. Der Rückzug wirkt daher wie eine pragmatische Entscheidung: Lieber frühzeitig aussteigen, als mit Verlust weiterzumachen.

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