- Das ultimative Gipfeltreffen
Mit den Seattle Seahawks und den New England Patriots treffen zwei Teams mit identischen 14-3-Bilanzen aufeinander. Während Seattle als statistisch bestes Team der Liga gilt, reisen die Patriots mit dem größten Turnaround der NFL-Geschichte im Gepäck nach Santa Clara. - Seattles unüberwindbares Bollwerk
Die Seahawks stellen die Nummer-1-Scoring-Defense und die beste Run-Defense der gesamten NFL. Mit nur 17,2 zugelassenen Punkten pro Spiel wird die Verteidigung aus dem Pazifischen Nordwesten zum ultimativen Prüfstein für die Patriots-Offense. - Historische Rekordjagd von JSN
Seattles Receiver Jaxon Smith-Njigba hat mit 1.793 Yards die beste Saison der Super-Bowl-Ära hinter sich. Er ist der unangefochtene Alpha-Playmaker auf dem Platz und wird das Hauptziel für die Patriots-Secondary sein. - Der Faktor Charbonnet
Seattle muss ohne sein „Red-Zone-Monster“ Zach Charbonnet (12 Rushing TDs) auskommen, der auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt wurde. Dieser Ausfall schwächt die Seahawks massiv in Tornähe und erhöht den Druck auf Kenneth Walker III. - Die wettbonus360-Prognose
Wir erwarten ein enges, punktearmes Spiel, das erst in der Schlussphase entschieden wird. Unsere Experten-Prognose lautet 23:20 für die Seattle Seahawks, da ihre Defense am Ende den entscheidenden Sack gegen einen angeschlagenen Maye landen wird. - Die besten Wettanbieter für den Super Bowl
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00:00 / 00:00Am 8. Februar 2026 blickt die gesamte Sportwelt nach Santa Clara, wenn im Levi’s Stadium der Super Bowl LX steigt – und das Matchup könnte kaum geschichtsträchtiger sein. Mit den Seattle Seahawks und den New England Patriots treffen zwei Giganten aufeinander, die mit identischen 14-3-Bilanzen die Regular Season dominiert haben. Während die Patriots unter Drake Maye den wohl spektakulärsten Turnaround der NFL-Historie hingelegt haben, kehrt Seattle mit einer historisch dominanten Defense und einem Jaxon Smith-Njigba in absoluter Rekordform auf die größte Bühne zurück. Es ist das ultimative Duell der Gegensätze: Die hocheffiziente Offense aus Foxborough gegen das uneinnehmbare Bollwerk aus dem Pazifischen Nordwesten.
Um diesem Mammut-Event gerecht zu werden, gehen wir in dieser Vorschau zweigleisig vor. Zuerst lassen wir die nackten Zahlen sprechen: In einer umfassenden Datenanalyse schauen wir uns systematisch an, welche Wetttrends und Statistiken den bisherigen Erfolg beider Teams untermauern und wo die Märkte den Value sehen. Danach verlassen wir die Welt der Algorithmen und steigen in die fundierte Spielanalyse ein. Hier bewerten wir die „On-Field“-Gegebenheiten, die kein Computer vollständig erfassen kann – von der brisanten Verletzungssituation rund um Drake Maye bis hin zum bitteren Ausfall von Seattles Red-Zone-Waffe Zach Charbonnet – um am Ende eine fundierte Prognose für den neuen Champion abzugeben.
Datenanalyse
In der Datenanalyse werfen wir einen nüchternen Blick auf die harten Fakten, Saisonstatistiken und historischen Bilanzen beider Teams.
Spielanalyse
In der anschließenden Spielanalyse verlassen wir die Welt der reinen Zahlen und bewerten die Dynamik auf dem Rasen sowie taktische Feinheiten.
Datenanalyse: Super Bowl – Seattle Seahawks vs. New England Patriots
Bevor wir uns in Prognosen und Bauchgefühl verlieren, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Fakten. Die Regular Season und die Playoffs haben genug Datenmaterial geliefert, um beide Teams analytisch zu durchleuchten. In dieser Sektion arbeiten wir uns durch die wichtigsten Statistiken – von den großen Kennzahlen bis hin zu versteckten Mustern in den Wetttrends. Das Ziel: Ein möglichst objektives Fundament, auf dem später die taktische Einschätzung aufbauen kann. Viele der Daten stammen von der hervorragenden Webseite Pro Football Reference, die wir wärmstens empfehlen können.

Super-Bowl Wettquoten im Überblick
Die Quoten spiegeln Seattles Favoritenrolle deutlich wider, doch der Spread von nur 4.5 Punkten zeigt: Der Markt erwartet kein Blowout. Besonders interessant für Value-Sucher: Die Quote von 2.60 auf das vierte Viertel als punktreichsten Abschnitt passt perfekt zu den Wetttrends beider Teams – Seattle dominiert das Schlussviertel, New England bricht dort regelmäßig ein. Wer an einen Patriots-Upset glaubt, bekommt mit 2.95 auf den Sieg oder 5.25 auf einen knappen Sieg (1-6 Punkte Vorsprung) attraktive Quoten.
| Tipp | Quote |
|---|---|
| Seattle Seahawks Sieg | 1.38 |
| New England Patriots Sieg | 2.95 |
| Seattle -4.5 Handicap | 1.83 |
| New England +4.5 Handicap | 1.92 |
| Über 45.5 Punkte | 1.87 |
| Unter 45.5 Punkte | 1.87 |
| TD Kenneth Walker III | 1.49 |
| TD Jaxon Smith-Njigba | 1.92 |
| TD Rhamondre Stevenson | 2.55 |
| TD Hunter Henry | 3.30 |
| TD AJ Barner | 3.50 |
Die Headline-Zahlen
Auf dem Papier trennt Seattle und New England fast nichts. Beide Teams beendeten die Regular Season mit identischer Bilanz, beide gehören zu den Top-3-Offenses der Liga, beide zählen zur defensiven Elite. Doch hinter den gleichen Zahlen verbergen sich zwei völlig unterschiedliche Saisonverläufe.
| Kategorie | Seattle Seahawks | New England Patriots |
|---|---|---|
| Record | 14-3 (NFC #1 Seed) | 14-3 (AFC #2 Seed) |
| Points/Game | 28.4 (#3 NFL) | 28.8 (#2 NFL) |
| Points Against/Game | 17.2 (#1 NFL) | 18.8 (#4 NFL) |
| SRS (Simple Rating System) | 12.85 (#1 NFL) | 5.51 (#6 NFL) |
| Strength of Schedule | 1.61 | -4.49 |
| Vorjahres-Bilanz | 10-7 | 4-13 |
Seattle ist laut Simple Rating System das mit Abstand beste Team der NFL – und das gegen den härteren Spielplan. New England hingegen hat mit dem Sprung von 4-13 auf 14-3 den größten Turnaround der Liga-Geschichte hingelegt, allerdings gegen deutlich schwächere Gegner. Die Seahawks mussten sich ihren Weg an die Spitze härter erkämpfen. Wer glaubt, hier treffen zwei ebenbürtige Teams aufeinander, übersieht diesen entscheidenden Unterschied in der Qualität der bisherigen Gegner.
Das Quarterback-Duell: Darnold vs. Maye
Sam Darnold schreibt in Seattle das größte Comeback einer Quarterback-Karriere – zum zweiten Mal in Folge. Drake Maye wiederum hat in seinem zweiten Jahr die Patriots im Alleingang zurück in die Elite katapultiert. Beide werfen für über 4.000 Yards, beide führen ihre Teams in den Super Bowl. Doch die Detailstatistiken zeichnen ein differenzierteres Bild.
| Statistik | Sam Darnold (SEA) | Drake Maye (NE) |
|---|---|---|
| Completion-% | 67.7% | 72.0% |
| Passing Yards | 4.048 | 4.394 |
| Touchdowns | 25 | 31 |
| Interceptions | 14 | 8 |
| Passer Rating | 99.1 | 113.5 |
| QBR | 55.7 | 77.1 |
| Sacks Allowed | 27 | 47 |
| Pressure Rate | 21.0% | 21.8% |
| Rush Yards | 95 | 450 |
| Rush TDs | 0 | 4 |
| Bad Throw% | 14.6% | 13.8% |
| On-Target% | 79.8% | 79.0% |
Rein statistisch hat Drake Maye die klar bessere Saison gespielt – mehr Touchdowns, weniger Interceptions, ein deutlich höheres Passer Rating. Doch zwei Faktoren relativieren diesen Vorsprung erheblich: Erstens wurde Darnold fast halb so oft gesackt wie Maye (27 vs. 47), was für eine bessere Pass Protection in Seattle spricht. Zweitens – und das ist der Elefant im Raum – steht Maye mit einer Schulterverletzung auf dem Injury Report und hat zuletzt nicht trainiert. Sollte er nicht bei 100 Prozent sein, verschiebt sich die Dynamik dieses Duells komplett.
Offensive Weapons: Wer hat die besseren Waffen?
Ein Quarterback ist nur so gut wie seine Mitspieler. Seattle setzt auf einen klaren Alpha-Receiver, der diese Saison Geschichte schreibt. New England verteilt den Ball breiter und attackiert Defenses aus verschiedenen Formationen. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – doch im Super Bowl zählt oft, wer den einen Spieler hat, der ein Spiel alleine entscheiden kann.
Receiving Corps im Vergleich
| Spieler | Team | Rec | Yards | TD | Y/R |
|---|---|---|---|---|---|
| Jaxon Smith-Njigba | SEA | 119 | 1.793 | 10 | 15.1 |
| Stefon Diggs | NE | 85 | 1.013 | 4 | 11.9 |
| Hunter Henry | NE | 60 | 768 | 7 | 12.8 |
| Cooper Kupp | SEA | 47 | 593 | 2 | 12.6 |
| Kayshon Boutte | NE | 33 | 551 | 6 | 16.7 |
| AJ Barner | SEA | 52 | 519 | 6 | 10.0 |
| Mack Hollins | NE | 46 | 550 | 2 | 12.0 |
Rushing Attack im Vergleich
| Spieler | Team | Att | Yards | TD | Y/A |
|---|---|---|---|---|---|
| Kenneth Walker III | SEA | 221 | 1.027 | 5 | 4.6 |
| TreVeyon Henderson | NE | 180 | 911 | 9 | 5.1 |
| Zach Charbonnet | SEA | 184 | 730 | 12 | 4.0 |
| Rhamondre Stevenson | NE | 130 | 603 | 7 | 4.6 |
Jaxon Smith-Njigba ist der mit Abstand beste Skill-Player auf dem Feld. Seine 1.793 Receiving Yards führen die Liga an, und seine 3,73 Yards pro Team-Passversuch sind der höchste Wert in der Super-Bowl-Ära – er produziert also auch dann überdurchschnittlich, wenn Seattle insgesamt wenig wirft. New England kontert mit Tiefe: Fünf verschiedene Receiver haben mindestens 500 Yards, dazu kommt ein Running-Back-Duo, das zusammen 16 Touchdowns am Boden erzielt hat. Seattles Trumpf ist die individuelle Brillanz, New Englands Stärke die Unberechenbarkeit. Besonders bemerkenswert: Zach Charbonnet hat mit 12 Rushing Touchdowns die meisten aller Running Backs beider Teams – er ist Seattles Red-Zone-Waffe.
Defense: Seattles Bollwerk gegen New Englands Effizienz
Die Defense entscheidet Super Bowls – diese alte Weisheit gilt auch 2026. Seattle bringt die statistisch beste Verteidigung der Liga nach Santa Clara, angeführt von einem Pass Rush, der Quarterbacks das Leben schwer macht. New England setzt auf eine opportunistische Einheit, die zwar weniger dominant wirkt, aber in entscheidenden Momenten Turnover erzwingt.
Defensive Kennzahlen im Vergleich
| Kategorie | Seattle Seahawks | New England Patriots | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Points Allowed/Game | 17.2 (#4) | 18.8 (#4) | SEA |
| Total Yards Allowed/Game | 286.0 (#6) | 295.2 (#8) | SEA |
| Rush Defense Y/A | 3.7 (#1) | 4.2 (#13) | SEA |
| Pass Defense NY/A | 5.1 (#2) | 5.9 (#14) | SEA |
| Sacks | 47 | 34 | SEA |
| QB Hits | 122 | 88 | SEA |
| Interceptions | 18 | 10 | SEA |
| 3rd Down Defense | 32.1% (#1) | 38.5% (#12) | SEA |
| 4th Down Defense | 51.1% (#10) | 33.3% (#2) | NE |
| Red Zone TD% Allowed | 50.0% (#5) | 67.5% (#30) | SEA |
Defensive Playmaker im Vergleich
| Spieler | Team | Sacks | QB Hits | INTs | TFL |
|---|---|---|---|---|---|
| Harold Landry | NE | 8.5 | 19 | 0 | 10 |
| Leonard Williams | SEA | 7.0 | 22 | 0 | 9 |
| Byron Murphy | SEA | 7.0 | 13 | 0 | 7 |
| K’Lavon Chaisson | NE | 7.5 | 18 | 0 | 10 |
| Uchenna Nwosu | SEA | 7.0 | 15 | 0 | 7 |
| DeMarcus Lawrence | SEA | 6.0 | 20 | 0 | 11 |
| Ernest Jones | SEA | 0.5 | 1 | 5 | 4 |
| Marcus Jones | NE | 2.0 | 2 | 3 | 8 |
Seattle dominiert in fast jeder defensiven Kategorie – und der Unterschied ist teilweise drastisch. Die Seahawks haben 13 Sacks mehr als New England, acht Interceptions mehr und die mit Abstand beste Third-Down-Defense der Liga. Besonders alarmierend für die Patriots: Ihre Red-Zone-Defense lässt in 67,5 Prozent der Fälle Touchdowns zu, der drittschlechteste Wert der NFL. Wenn Drake Maye gegen diesen Pass Rush unter Druck gerät – und das wird er bei 47 Sacks und 122 QB Hits – könnte es ein langer Abend werden. New Englands einziger defensiver Vorteil liegt bei Fourth-Down-Stops, wo sie ligaweit die Nummer zwei sind.
Turnover Battle: Seattles Achillesferse
Turnover entscheiden enge Spiele – und der Super Bowl ist fast immer ein enges Spiel. In dieser Kategorie zeigt sich Seattles größte Schwachstelle der gesamten Saison. Während die Defense Bälle am Fließband klaut, gibt die Offense sie auf der anderen Seite fast genauso schnell wieder her.
| Kategorie | Seattle Seahawks | New England Patriots |
|---|---|---|
| Giveaways (Turnovers abgegeben) | 28 (#31) | 16 (#9) |
| Takeaways (Turnovers erzwungen) | 25 (#6) | 19 (#19) |
| Turnover Differential | -3 | +3 |
| Fumbles | 13 | 8 |
| Interceptions | 15 | 8 |
| Defensive INTs | 18 | 10 |
| Forced Fumbles | 9 | 10 |
Seattle hat ligaweit die drittmeisten Turnovers abgegeben – ein erschreckender Wert für ein Team, das den Super Bowl gewinnen will. Sam Darnold warf 14 Interceptions in der Regular Season, dazu kommen 13 verlorene Fumbles als Team. New England hingegen gehört zu den ballsichersten Mannschaften der Liga und hat einen positiven Turnover Differential von +3. Sollte Seattle im Super Bowl zwei oder drei Turnover fabrizieren, könnte das den Unterschied machen – selbst gegen eine unterlegene Defense.
Wetttrends: Die versteckten Muster im Spielverlauf
Wettmärkte aggregieren das Wissen von Millionen Einsätzen und offenbaren Muster, die in klassischen Statistiken untergehen. Besonders interessant: Wie performen beide Teams in einzelnen Spielabschnitten? Die Daten zeigen ein faszinierendes Bild von zwei Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Rhythmen. Die Daten hierfür stammen von Covers.
Seattle Seahawks – Quarter-by-Quarter
| Spielabschnitt | Trend | Units | ROI |
|---|---|---|---|
| Moneyline (gesamt) | 14/16 | +11.10 | +24% |
| Spread (gesamt) | 14/18 | +9.60 | +48% |
| 1Q Moneyline | 11/18 | +7.60 | +25% |
| 2Q Moneyline | 1/6 | -7.15 | -63% |
| 2Q Spread | 0/7 | -8.10 | -100% |
| 4Q Moneyline | 7/8 | +7.00 | +47% |
| Team Total Over | 13/18 | +7.25 | +35% |
| 1H Game Total Over | 4/16 | -9.90 | -53% |
New England Patriots – Quarter-by-Quarter
| Spielabschnitt | Trend | Units | ROI |
|---|---|---|---|
| Moneyline (gesamt) | 17/19 | +18.55 | +32% |
| Spread (gesamt) | 13/17 | +8.60 | +46% |
| 1H Moneyline | 17/20 | +17.20 | +39% |
| 2Q Spread | 16/18 | +13.70 | +64% |
| 1Q Moneyline | 5/14 | -5.95 | -23% |
| 4Q Moneyline | 5/15 | -7.68 | -29% |
| 4Q Game Total Under | 12/15 | +8.60 | +49% |
| 2H Game Total Over | 5/15 | -6.45 | -37% |
Das Matchup-Profil
| Spielphase | Seattle | New England | Erwartung |
|---|---|---|---|
| 1. Viertel | Stark | Schwach | Ausgeglichen |
| 2. Viertel | Katastrophal | Dominant | NE-Vorteil |
| Halbzeit | Rückstand möglich | Führung wahrscheinlich | NE führt |
| 4. Viertel | Clutch | Einbruch | SEA-Vorteil |
Die Daten erzählen eine klare Geschichte: New England dominiert das zweite Viertel und geht in der Regel mit Führung in die Halbzeit. Seattle hingegen hat im zweiten Viertel einen kompletten Blackout – null von sieben Spread-Covers, nur eine von sechs Moneyline-Wetten gewonnen. Doch das Blatt wendet sich im Schlussabschnitt: Die Seahawks gewinnen das vierte Viertel in sieben von acht Spielen, während die Patriots dort regelmäßig einbrechen. Für Wetten könnte das bedeuten: New England 1H Spread bietet Value, aber Live-Wetten auf Seattle im vierten Viertel könnten lukrativ sein. Eines ist sicher – dieses Spiel wird wahrscheinlich erst spät entschieden.
Die wettbonus360-Analyse zum Super Bowl
Nachdem wir die nackten Zahlen und historischen Trends nun schwarz auf weiß vor uns haben, verlassen wir das Reich der Algorithmen und blicken auf das, was sich auf dem Rasen in Santa Clara tatsächlich abspielen wird. Statistiken liefern zwar ein starkes Fundament, doch am Ende sind es oft individuelle Geniestreiche, taktische Kniffe und der pure Wille, die über den Ausgang dieses Endspiels entscheiden. In diesem Abschnitt tauchen wir tief in die subjektive Bewertung ein, analysieren die psychologischen Faktoren und schauen uns an, welche Persönlichkeiten – trotz oder gerade wegen ihrer aktuellen Verfassung – den Unterschied machen werden. Es ist Zeit zu klären, wo die statistische Theorie aufhört und das wahre Football-Drama beginnt.

Schlüsselduelle: Wo das Spiel entschieden wird
Seattles Superstar-Receiver trifft auf eine Secondary, die in der Regular Season solide, aber nicht elite performt hat. Christian Gonzalez gilt als aufstrebendes Talent, doch Smith-Njigba hat in dieser Saison jeden Corner der Liga dominiert – seine 1.793 Yards sprechen eine eindeutige Sprache. Im NFC Championship fing er zehn Pässe für 153 Yards gegen eine starke Rams-Defense, die ihn deutlich physischer spielte als die meisten Gegner. Wenn die Patriots keinen Weg finden, JSN aus dem Rhythmus zu bringen – sei es durch Bracket Coverage oder konstantem Jam an der Line – wird er das Spiel an sich reißen.
Die Seahawks bringen mit 47 Sacks und 122 QB Hits den gefährlichsten Pass Rush des Super Bowls. Leonard Williams, Byron Murphy und DeMarcus Lawrence haben Quarterbacks die gesamte Saison über terrorisiert – doch Maye ist kein gewöhnlicher Quarterback. Seine 450 Rushing Yards und die Fähigkeit, aus der Pocket zu escapen, machen ihn schwer zu fassen. Allerdings steht Maye mit einer Schulterverletzung auf dem Injury Report und hat zuletzt nicht trainiert – sollte seine Mobilität eingeschränkt sein, wird dieser Pass Rush zum Albtraum für New England.
Die Patriots setzen auf ein Thunder-and-Lightning-Duo aus TreVeyon Henderson und Rhamondre Stevenson, das zusammen über 1.500 Yards und 16 Touchdowns produziert hat. Doch Seattle erlaubt ligaweit die wenigsten Yards pro Laufversuch (3.7) und hat Running Backs die gesamte Saison über eingemauert. Für New England wird entscheidend sein, ob sie früh im Spiel das Laufspiel etablieren können, um Maye zu entlasten und die Play-Action-Pässe zu öffnen. Gelingt das nicht, wird das Passspiel vorhersehbar – und Seattles Pass Rush bekommt freie Bahn.
X-Faktoren: Was das Spiel kippen könnte
Die vielleicht wichtigste Nachricht der Super-Bowl-Woche: Zach Charbonnet wurde auf Injured Reserve gesetzt und wird nicht spielen. Der Backup-Running-Back erzielte in der Regular Season 12 Rushing Touchdowns – mehr als jeder andere Spieler beider Teams – und war Seattles unumstrittene Red-Zone-Waffe. Ohne ihn muss Kenneth Walker III die gesamte Last tragen, während George Holani als unerfahrener Backup einspringen muss. Seattles Offense verliert damit einen entscheidenden Teil ihrer Identität in den wichtigsten Momenten des Spiels.
Der Patriots-Quarterback hat die gesamte Woche nicht trainiert und steht mit einer Schulterverletzung auf dem Injury Report. In einem normalen Spiel wäre das besorgniserregend – im Super Bowl ist es potenziell katastrophal. Maye lebt von seiner Armstärke und seiner Fähigkeit, den Ball in enge Fenster zu werfen; eine eingeschränkte Schulter könnte beides limitieren. Sollte er nicht bei 100 Prozent sein, hat New England mit Joshua Dobbs einen Backup, der in dieser Saison gerade einmal zehn Pässe geworfen hat.
Rashid Shaheed und Tory Horton haben in dieser Saison bereits drei Return-Touchdowns erzielt – zwei auf Punt Returns, einen auf einem Kickoff. In einem engen Spiel kann ein einziger Big Play auf Special Teams den Unterschied machen, und Seattle hat die explosiveren Returner. New Englands Marcus Jones ist selbst eine Gefahr mit zwei Punt-Return-Touchdowns, doch Seattles Michael Dickson gilt als einer der besten Punter der Liga mit 49.0 Yards pro Punt. Wer das Feldpositions-Battle gewinnt, könnte am Ende die Lombardi Trophy in Händen halten.
Unser Sportwetten-Tipp zum Super Bowl
Wir erwarten ein Endspiel der zwei Gesichter, in dem die New England Patriots ihre traditionelle Stärke in der ersten Halbzeit voll ausspielen werden. Trotz der Schulterprobleme von Drake Maye wird das Coaching-Team der Patriots Wege finden, die statistische Turnover-Anfälligkeit der Seahawks im zweiten Viertel gnadenlos auszunutzen. Da Seattle in diesem Spielabschnitt historisch gesehen oft den Faden verliert, rechnen wir mit einer knappen Führung für die Patriots zum Pausentee.
In der zweiten Halbzeit wird jedoch die physische Dominanz der Seahawks-Defense zum alles entscheidenden Faktor auf dem Feld. Da Maye aufgrund seiner Verletzung vermutlich weniger mobil sein wird, wird der enorme Pass Rush um Leonard Williams das Spiel im vierten Viertel sukzessive an sich reißen. Obwohl der schmerzhafte Ausfall von Zach Charbonnet die Effizienz in der Red Zone spürbar mindert, wird Jaxon Smith-Njigba die nötigen Big Plays liefern, um das Momentum im Schlussabschnitt endgültig auf die Seite Seattles zu ziehen.
Letztlich sehen wir ein defensiv geprägtes Duell, das durch die Tiefe des Kaders und die individuelle Klasse der Playmaker entschieden wird. Während New England am Ende konditionell leicht einbricht, greift Seattles bekannte Stärke im Schlussviertel, was zu einem knappen, hart erkämpften Sieg führt. Die Kombination aus der ligaweit besten Defense und der historischen Form von JSN überwiegt die Turnover-Sorgen in einem echten Super-Bowl-Krimi.
Voraussichtliches Ergebnis: Seattle Seahawks 23 – 20 New England Patriots

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