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Tipico tritt European Gaming and Betting Association bei

  • Europäischer Branchenverband gewinnt deutschen Champion
    Tipico gehört ab sofort zur EGBA, dem Brüsseler Branchenverband für Online-Glücksspiel. Damit vertritt die Organisation nicht nur Schwergewichte wie bet365 und Flutter, sondern jetzt auch den Player, der über die Hälfte aller deutschen Online-Wetten kontrolliert.
  • Strenge Kontrollen durch unabhängige Prüfer
    Mitglieder unterziehen sich regelmäßigen Audits von Organisationen wie eCOGRA. Die Prüfer kontrollieren Spielerschutzsysteme und überwachen, ob Warnsignale für gefährdetes Spielverhalten tatsächlich erkannt werden.
  • Problematisches Spielverhalten bleibt unter Schwellenwert
    Laut aktuellem ESG-Bericht stammen bei Tipico weniger als eineinhalb Prozent des Gesamtumsatzes von Kunden mit Risikomustern. Der Wert liegt deutlich unter branchenüblichen Durchschnittswerten.
  • Dominanz im deutschen Markt unangefochten
    Mit einem Anteil von über der Hälfte aller Online-Wetten kontrolliert Tipico den deutschen Markt wie kein zweiter Anbieter. Parallel betreibt das Unternehmen über 1.250 stationäre Annahmestellen in Deutschland und Österreich.
  • Parallele Milliarden-Transaktion läuft
    Während des Verbandsbeitritts übernimmt Banijay Group das Unternehmen für 4,6 Milliarden Euro. Die Fusion mit dem französischen Anbieter Betclic schafft Europas viertgrößten börsennotierten Glücksspielkonzern.
  • Regulatorischer Abschluss für Mitte 2026 geplant
    Behörden sollen die Übernahme in etwa einem halben Jahr final genehmigen. Der EGBA-Beitritt fällt damit in eine Phase grundlegender Neuausrichtung des Unternehmens.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

21.01.2026

Aktualisiert

21.01.2026

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Tipico rückt näher an die europäische Regulierung heran

Für den Brüsseler Verband zahlt sich der Beitritt gleich mehrfach aus. Deutschland gilt in der Branche als Paradebeispiel dafür, wie gut gemeinte Regulierung das Gegenteil bewirkt. Lizenzierte Anbieter bluten aus, illegale Plattformen florieren. Komplexe Vorschriften verschärfen die Schieflage, statt sie zu korrigieren. Jochen Weiner steuert bei Tipico die politische Strategie. Für ihn ist der Verbandsbeitritt die logische Fortsetzung der Unternehmensphilosophie. Der Austausch mit anderen Top-Playern ermögliche es, funktionierende Ansätze zu identifizieren – und gescheiterte Experimente zu vermeiden.

Als Unternehmen, das sich für den Spielerschutz und regulatorische Exzellenz einsetzt, freuen wir uns darauf, unser Fachwissen in die wichtige Arbeit des EGBA einzubringen. Diese Partnerschaft passt perfekt zu unserem Engagement für die Förderung hoher Branchenstandards und unserem Kampf gegen den Schwarzmarkt für Online-Glücksspiele in Europa.

Ab sofort sitzt das Unternehmen in Arbeitsgruppen zu Werberichtlinien, Geldwäscheprävention und Spielerschutz mit am Tisch. Besonders wertvoll: Die Perspektive eines Anbieters, der täglich mit den Folgen überambitionierter Regulierung umgehen muss.

Selbstverpflichtung reicht über Lizenzpflichten hinaus

Wer bei der EGBA mitmischt, akzeptiert Regeln, die nationale Genehmigungsverfahren in den Schatten stellen. Herzstück: ein europaweit gültiger Werbekodex – verbindliche Leitplanken für sämtliche Mitgliedsunternehmen. Die Kontrollmechanismen haben es in sich. Externe Prüforganisationen durchleuchten jährlich, ob Betreiber ihre Zusagen tatsächlich einlösen. Im Fokus: Systeme zur Früherkennung gefährdeter Spieler. Sogenannte Markers of Harm – Warnsignale im Nutzungsverhalten – sollen Probleme aufdecken, bevor sie eskalieren.

Tipico kann hier bereits Resultate vorweisen. Der ESG-Report für 2024 weist aus: Umsätze von Kunden mit Risikomustern blieben unter 1,5 Prozent. Parallel fährt der Konzern eine klare Geografie-Strategie: Geschäft nur dort, wo staatliche Aufsicht funktioniert. Die Teilnahme an Initiativen wie der European Safer Gambling Week unterstreicht diese Linie.

Verbandschef begrüßt Expertise aus Schlüsselmarkt

Maarten Haijer führt als Generalsekretär die Geschäfte der EGBA und zeigt sich zufrieden mit dem Neuzugang. Neben etablierten Größen wie bet365, Betsson, Entain, Flutter und Kindred erweitert Tipico das Portfolio um einen Akteur mit einzigartiger Marktposition. Aus Verbandssicht bringt die Mitgliedschaft mehrere Vorteile. Das Unternehmen verfügt über jahrelange operative Erfahrung in einem Umfeld, das viele regulatorische Fallstricke aufweist. Fragen zur Navigation durch widersprüchliche Vorgaben oder zur Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen lassen sich am besten mit Praktikern diskutieren, die täglich damit konfrontiert werden.

Als Deutschlands führender Online-Glücksspielanbieter mit einer starken Erfolgsbilanz bringt Tipico wertvolles Fachwissen in unseren Verband ein und wird unsere gemeinsamen Bemühungen zur Förderung eines gut regulierten und nachhaltigen Glücksspielsektors in Europa verstärken. Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit unseren neuen Kollegen bei unserem gemeinsamen Engagement für hohe Branchenstandards.

Die Zusammenarbeit soll konkrete Resultate in verschiedenen Themenbereichen liefern. Dazu gehören Richtlinien für verantwortungsvolle Werbung, Protokolle zur Geldwäschebekämpfung und Best Practices im Umgang mit gefährdeten Spielern.

Koordinierte Offensive gegen nicht lizenzierte Anbieter

Schwarzmarkt-Bekämpfung steht ganz oben auf der Agenda. Beide Seiten setzen auf koordinierte Maßnahmen gegen nicht lizenzierte Anbieter. Auf der Gaming in Germany Conference präsentierte Tipico sein Google-Projekt: Illegale Glücksspiel-Domains sollen systematisch aus deutschen Suchergebnissen verschwinden. Ziel der Initiative: Illegalen Anbietern die Sichtbarkeit nehmen. Websites ohne deutsche Lizenz werden für Nutzer aus Deutschland schwerer auffindbar. Die Hoffnung: bessere Kanalisierung – sprich, mehr Spieler nutzen lizenzierte statt illegaler Angebote.

Deutschland kämpft seit Jahren mit diesem Problem. Viele Nutzer weichen auf Plattformen ohne deutsche Lizenz aus, oft weil diese bessere Konditionen oder ein breiteres Produktsortiment bieten. Aggressive Werbung illegaler Betreiber verschärft die Situation zusätzlich. Durch den Austausch innerhalb der EGBA-Arbeitsgruppen will Tipico erfolgreiche Strategien auch in anderen Märkten etablieren helfen.

Tipico selbst beherrscht den deutschen Markt mit einem Anteil jenseits der 50 Prozent. Das Geschäftsmodell kombiniert digitale Kanäle mit massiver Offline-Präsenz – über 1.250 Wettshops verteilen sich auf Deutschland und Österreich. Durch den Erwerb der Admiral-Marke von Novomatic hat der Konzern seine Position in Österreich zuletzt nochmals zementiert.

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