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6,4 Milliarden Yen Verlust trotz Verbot: Ausländische Sportwetten-Plattformen in Japan weiterhin hoch im Kurs

Japan, ein Land mit vielen Facetten, versteht sich seit jeher als ein sportbegeistertes Land. Insbesondere die japanischen Baseball- und Basketball-Ligen sind im Land der aufgehenden Sonne besonders beliebt. Eine nicht minderwichtige Rolle spielt daneben auch der Profifußball, repräsentiert durch Japans K-League. Während das Land dabei beachtenswerte Gewinne durch seine verschiedenen Sportligen jährlich generieren kann, sieht sich Japan gleichzeitig mit einem scheinbar unlösbaren Problem konfrontiert; einer stetig ansteigenden, illegalen Nutzung ausländischer Sportwetten-Plattformen.

Redakteur Enrico
Redakteur
Redakteur Simon
Geprüft durch
  • Simon Rieger
Veröffentlicht

22.05.2025

Aktualisiert

22.05.2025

2024 44 Milliarden Dollar für ausländische Sportwetten

Laut einem Bericht der Council for Sports Ecosystem Promotion wurden im Jahr 2024 mehr als 44 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Yen) auf ausländische Sportwetten-Plattformen gesetzt, darunter bereits 1 Milliarde Yen auf japanische Sportarten. Im Fokus der Sportwetten stehen hier allen voran Baseball, der in Japan zu den mit Abstand beliebtesten Sportarten gehört, sowie Basketball und Fußball. Obwohl in Japan die Verwendung ausländischer Wettanbieter illegal ist, unabhängig davon, ob diese legal oder illegal betrieben werden, wird das Land bislang nicht Herr über die Lage und probiert nun, weitere Maßnahmen einzuleiten, um der Verwendung ausländischer Sportwetten-Plattformen entgegenzuwirken. So forderten kürzlich einige japanische Politiker und ehemalige Profisportler, dass Japan deutlich striktere Maßnahmen einführen muss, insbesondere um potenziellen Spielmanipulationen besser entgegenwirken zu können. Ferner sollen neben einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit mit wichtigen Ländern und Sportwettenanbietern auch gesetzliche Anpassungen vorgenommen werden.

Grafik die den Umsatz mit Sportwetten in Japan zeigt

Unzureichende Aufklärung und fehlendes Bewusstsein über die Illegalität ausländischer Sportwetten

Schaut man sich die aktuellen Berichte und Hochrechnungen etwas genauer an, sind die Summen durchaus beachtlich, die jährlich auf den Konten ausländischer Wettplattformen landen. Das gilt zumindest dann, wenn man sich die Daten im Kontext, zu dem seit jeher bestehendem Verbot anschaut. Wenig überraschend, ist es allen voran der Profibaseball (528 Milliarden Yen), der aktuell das höchste illegale Inlandswettvolumen verzeichnet, dicht gefolgt von Fußball (333 Milliarden Yen) und Basketball (87 Milliarden Yen).

Umso beachtlicher sind diese Zahlen, wenn man sich vor Augen führt, dass Japan bereits jetzt für die Nutzung ausländischer Wett- oder Glücksspielplattformen, Geld- oder sogar Haftstrafen verhängt. Dennoch scheint die bisherige Ausrichtung japanischer Gesetzgeber sowie der allgemeine gesellschaftliche Umgang mit dem Thema praktisch keine Wirkung zu haben, insbesondere wenn es darum geht, der Verwendung ausländischer Sportwetten-Plattformen entgegenzuwirken. Zurückzuführen ist dieser derzeitige Umstand vermutlich auf mehrere Faktoren, wie unter anderem auf eine nur unzureichende Aufklärung über das Thema. Das soll sich nun ändern, angetrieben durch verschiedene Forderungen und Vorschläge, die innerhalb eines Symposiums in Tokyo kürzlich diskutiert wurden.

Lösungsansätze: Ratifizierung der Macolin-Konvention, neue nationale Strukturen und koordinierte rechtliche Maßnahmen

Bei den fortlaufenden Bemühungen seitens verschiedener Politiker und Akteure in Japan rückte auch die innerhalb Europas bereits etablierte Macolin-Konvention in den Mittelpunkt der aktuellen Gespräche. Bei der Macolin-Konvention handelt es sich um ein internationales Abkommen des Europarats, mit dem Ziel, potenziellen Spielmanipulationen effektiv entgegenzuwirken.

Das Abkommen selbst besteht bereits seit 2019, allerdings gehört Japan bislang nicht zu den Vertragsstaaten. Um das zu ändern, plant Japan die Schaffung neuer nationaler Strukturen, allen voran, um rechtliche Maßnahmen besser koordinieren zu können, was im Anschluss daran die nötige Grundlage schaffen soll, um über eine Ratifizierung der Macolin-Konvention nachzudenken. Ferner wird geplant, sich auch verstärkt, um eine bessere Aufklärung zu bemühen, da bislang immer noch zu wenige Bürger Japans wissen, dass die Nutzung ausländischer Sportwetten-Plattformen illegal ist. Wie erfolgreich diese neuen Ansätze und Umstrukturierungen letztendlich sein werden, bleibt abzuwarten.

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