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Betfair muss gehen: Neuseeland macht dicht für ausländische Wettanbieter

  • Betfair zieht sich aus Neuseeland zurück
    Hintergrund ist ein neues Gesetz, das Online-Wetten auf Sport und Pferderennen nur noch über den staatlichen Anbieter TAB NZ erlaubt.
  • Die Änderungen traten Ende Juni 2025 in Kraft
    Offshore-Anbieter müssen den Markt verlassen – sonst drohen hohe Strafen.
  • Betfair reagiert mit Verständnis und kündigt den Rückzug zum 23. Juli an
    Politische Wetten bleiben vorerst verfügbar.
  • Flutter Entertainment bleibt trotz des Rückzugs stark
    Der Konzern hinter Betfair ist weiterhin Marktführer weltweit und bleibt unter anderem in Australien aktiv.
  • Ein neuer Casino-Markt ist in Planung
    Das neuseeländische Parlament arbeitet parallel an der Einführung eines regulierten Online-Casino-Sektors mit bis zu 15 Lizenzen.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

08.07.2025

Aktualisiert

19.08.2025

Markt dicht: Betfair verlässt Neuseeland

Mit der Änderung des Racing Industry Act 2020 hat Neuseeland einen radikalen Schritt vollzogen: Online-Wetten auf Sport und Pferderennen dürfen künftig nur noch über TAB NZ abgewickelt werden – die staatliche Wettplattform, die seit 2023 gemeinsam mit dem britischen Glücksspielkonzern Entain betrieben wird. Für internationale Wettanbieter wie Betfair bedeutet das das Aus – zum 23. Juli stellt die Marke ihr Angebot für neuseeländische Kunden ein. Betfair erklärte, man bedauere die Entscheidung, müsse sich aber gesetzeskonform verhalten:

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und die dadurch schlechtere Nutzererfahrung. Leider muss Betfair diese Änderung vornehmen, um dem Gesetz Folge zu leisten.

Die neuen Vorgaben gelten seit Ende Juni und schließen den Markt für ausländische Anbieter faktisch komplett. Wer sich nicht daran hält, riskiert Bußgelder in Millionenhöhe. Die neuseeländische Regierung setzt damit klar auf Kontrolle, Marktzentralisierung – und ein staatlich abgesichertes Wettangebot. Wer weiterhin Wetten auf politische Ereignisse platzieren will, kann dies bei Betfair wohl vorerst noch tun – diese Märkte sind von der Regelung nicht betroffen.

Flutter bleibt stark – auch ohne Neuseeland

Für den Mutterkonzern Flutter Entertainment dürfte der Rückzug ein überschaubarer Rückschlag sein. Das Unternehmen bleibt global führend, mit einem Quartalsumsatz von 3,66 Milliarden US-Dollar und Marken wie FanDuel, Sky Bet, Paddy Power und Sportsbet im Portfolio. Besonders in Australien ist Flutter mit Sportsbet und Betfair weiterhin stark vertreten.

Der Rückzug aus Neuseeland könnte für Konkurrent Entain als kurzfristiger Sieg erscheinen – immerhin betreibt Entain seit 2023 gemeinsam mit dem Staat die Plattform TAB NZ. Langfristig jedoch bleibt Flutter mit seiner internationalen Präsenz strategisch gut aufgestellt und dürfte in wachstumsstärkeren Märkten neue Chancen suchen – etwa in Brasilien oder im neu regulierten US-Markt.

Neue Regeln, neue Märkte: Wohin führt Neuseelands Glücksspielpolitik?

Die Neuregelung gilt als bedeutendster Einschnitt im neuseeländischen Sportwettenmarkt seit über 20 Jahren. Die Regierung will damit sowohl die Einnahmen für den heimischen Sport erhöhen als auch den Spielerschutz verbessern. Wer sich als Anbieter nicht an das neue Gesetz hält, riskiert Strafen von bis zu 5 Millionen Dollar.

Parallel dazu bereitet Neuseeland die Öffnung des Marktes für Online-Casinos vor. Der „Online Casino Gambling Bill“ soll bis zu 15 Lizenzen schaffen und Werbung erstmals legalisieren. Die ersten Schritte sind bereits eingeleitet: Anbieter können seit kurzem ihr Interesse anmelden. Damit entsteht ein völlig neuer Markt – diesmal allerdings unter klarer staatlicher Aufsicht.

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