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Match-Fixing: ITIA sperrt Quentin Folliot bis 2044

  • 20-Jahres-Sperre für Folliot
    Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) sperrt den französischen Tennisspieler Quentin Folliot für 20 Jahre wegen Match-Fixings. Die Sperre läuft bis Mai 2044.
  • Zentrale Figur eines Netzwerks
    Laut ITIA war Folliot kein Einzeltäter, sondern Teil eines organisierten Match-Fixing-Syndikats. Er soll andere Spieler aktiv rekrutiert haben.
  • 27 Verstöße bestätigt
    Ein unabhängiger Anti-Korruptionsrichter bestätigte 27 von 30 Anklagepunkten. Die Vorwürfe betreffen zehn Matches zwischen 2022 und 2024.
  • Hohe Geldstrafen verhängt
    Folliot muss 70.000 US-Dollar Strafe zahlen und über 44.000 US-Dollar an korrupten Zahlungen zurückerstatten. Die Sperre endet nur bei vollständiger Zahlung.
  • Umfassendes Berufsverbot
    Während der Sperre darf Folliot weder spielen noch coachen oder Turniere besuchen. Das Verbot gilt weltweit für alle ITIA-Mitgliedsorganisationen.
  • Sechster Spieler im gleichen Fall
    Folliot ist bereits der sechste Akteur, der im Rahmen derselben ITIA-Ermittlung sanktioniert wurde. Der Fall zeigt die Breite des Netzwerks.
  • Signal an den Profisport
    Die ITIA setzt mit dem Urteil ein klares Zeichen gegen Wettbetrug. Match-Fixing wird als organisierte Kriminalität behandelt.
Redakteur Simon
Redakteur
Redakteur Enrico
Geprüft durch
  • Enrico Kierakow
Veröffentlicht

16.12.2025

Aktualisiert

16.12.2025

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ITIA verhängt drastische Sanktionen gegen Quentin Folliot

Die International Tennis Integrity Agency hat den französischen Tennisspieler Quentin Folliot mit einer der härtesten Strafen der jüngeren Tennisgeschichte belegt. Der 26-Jährige wurde für 20 Jahre gesperrt und zu hohen Geldzahlungen verurteilt. Die Entscheidung folgt einer mehrjährigen Untersuchung zu systematischem Match-Fixing.

Steckbrief

  • Name: Quentin Folliot
  • Nationalität: Frankreich
  • Geburtsjahr: 1999
  • Alter: 26 Jahre
  • Beruf: Professioneller Tennisspieler
  • Höchste Weltranglistenplatzierung: Nr. 488 (August 2022)
  • Status: Bis Mai 2044 von allen ITIA ausgeschlossen

Karriere

  • Karriere-Ebene: ITF-Turniere und untere Profi-Ligen
  • Grand-Slam-Erfahrung: Keine Teilnahme im Hauptfeld
  • Frühe Förderung: Wildcard für French Open Boys’ Singles 2015
  • Bekannter Sieg: Erfolg gegen Ex-Weltranglistenspieler Kyle Edmund bei einem ITF-Turnier
  • Letzter Auftritt: Halbfinale beim ITF M25 Turnier in Brasilien (März 2024)
  • Karriereverlauf: Keine dauerhafte Etablierung auf ATP-Niveau

Nach Angaben der ITIA war Folliot tief in manipulative Praktiken eingebunden. Die Ermittlungen ergaben, dass er nicht nur Spiele manipulierte, sondern auch als Vermittler innerhalb eines größeren Netzwerks agierte. Damit geht der Fall weit über individuelles Fehlverhalten hinaus. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach strukturellem Wettbetrug im Profitennis. Amani Khalifa, Anti-Corruption Hearing Officer kommentiert:

Folliot fungierte als Bindeglied eines größeren kriminellen Netzwerks und versuchte aktiv, Korruption tiefer in den Profitouren zu verankern.

Die ITIA erhob insgesamt 30 Anklagepunkte gegen Folliot. Diese bezogen sich auf elf Tennis­matches zwischen 2022 und 2024, acht davon mit direkter Beteiligung des Spielers. Die Vorwürfe decken ein breites Spektrum an Korruptionshandlungen ab. Dazu zählen das absichtliche Manipulieren von Spielergebnissen, das Annehmen von Geld für reduzierte Leistung sowie das Anbieten von Bestechungsgeldern an andere Profis. Zusätzlich wurde Folliot vorgeworfen, interne Informationen an Wettinteressierte weitergegeben zu haben. Auch die Zusammenarbeit mit den Ermittlern spielte eine zentrale Rolle. Die ITIA wertete das Zurückhalten von Informationen und die mutmaßliche Vernichtung von Beweisen als erschwerende Faktoren.

Entscheidung des Anti-Korruptionsgerichts

Im Oktober fand eine zweitägige Anhörung vor der unabhängigen Anti-Corruption Hearing Officer Amani Khalifa statt. Das Verfahren wurde remote durchgeführt und umfasste umfangreiche Beweisaufnahmen. Am Ende bestätigte Khalifa 27 der 30 Anklagepunkte. Drei Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Doppelmatch aus dem Jahr 2024 wurden fallengelassen. In allen übrigen Fällen sah das Gericht den Tatbestand als erwiesen an. Besonders schwer wog dabei die aktive Rolle im Netzwerk. In der schriftlichen Urteilsbegründung betonte Khalifa, dass nicht nur die Taten selbst, sondern auch die systematische Vorgehensweise zur hohen Strafe führten.

Sperre bis 2044 und umfassende Verbote

Die 20-jährige Sperre gilt rückwirkend ab dem 17. Mai 2024, dem Beginn der vorläufigen Suspendierung. Damit endet die Strafe am 16. Mai 2044 – vorausgesetzt, alle Geldforderungen werden beglichen. Andernfalls bleibt die Sperre bestehen. Während dieser Zeit ist Folliot vollständig vom organisierten Tennis ausgeschlossen. Er darf weder an Turnieren teilnehmen noch als Trainer, Betreuer oder Zuschauer auftreten. Das Verbot gilt für ATP, ITF, WTA, Grand Slams und nationale Verbände. Die ITIA betont, dass diese Konsequenzen dem Schutz der sportlichen Integrität dienen. Match-Fixing soll nicht nur sanktioniert, sondern strukturell verhindert werden.

Der Fall Folliot reiht sich in eine Serie ähnlicher Entscheidungen ein. Bereits fünf weitere Spieler wurden im selben Ermittlungsverfahren sanktioniert. Das deutet auf ein systematisches Problem im unteren und mittleren Profibereich hin. Besonders anfällig sind Spieler außerhalb der Top-200, wo finanzielle Unsicherheit und geringe Preisgelder zusammentreffen. Wettbetrug wird dort gezielt als Einnahmequelle genutzt. Die ITIA sieht hier erhöhten Präventionsbedarf. Mit der drastischen Strafe gegen Folliot setzt die Behörde ein klares Signal. Organisiertes Match-Fixing wird nicht als Kavaliersdelikt, sondern als schwerwiegender Angriff auf den Sport behandelt. Wie man ohne Match-Fixing erfolgreich wettet und worauf es bei Tennis-Wettanbietern wirklich ankommt, erklären wir in unserem ausführlichen Guide.

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